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Langkawi (Tag 2) – Mit dem Motorroller um die Insel

Am Morgen meines zweiten Tags auf der Insel Langkawi mache ich mich mit dem Roller von Pantai Cenang aus auf den Weg die Insel ein bisschen genauer zu erkunden. Zum Glück ist die Insel nicht besonders groß, sodass man theoretisch die gesamte Insel relativ entspannt an einem Tag umrunden kann.

Allein das Rollerfahren über die Insel ist ein Erlebnis für sich und vermittelt ein Gefühl von unbegrenzter Freiheit. Da die Landstraßen wenig befahren sind, quetscht man sich nicht durch dichten Verkehr, sondern teilweise durch kurvige Bergstraßen, bei denen man den Eindruck hat mitten durch tiefen Dschungel zu fahren. Vor allem dann, wenn einem dutzende auf den Leitblanken oder Strommasten sitzende Affen beäugen oder auf einmal über einen Meter große Warane vor einem auf der Straße sitzen.


Oriental Village, Cable Car und SkyBridge

Mein erstes Ziel ist das ca. 20 km von Pantai Cenang entfernte Oriental Village. Hier befindet sich eine der steilsten Seilbahnen (Cable Car) der Welt. Dabei schwebt man über 650 Meter über Bergwäldern hinauf zum zweithöchsten Gipfel der Insel „Gunung Mat Cincang“. Spätestens hier wird einem bewusst, wie landschaftlich schön die Insel ist. Nicht ohne Grund wurde die Insel von der Unesco zu einem Geopark ausgezeichnet. Da 2/3 der Insel mit Regenwald bedeckt ist, hat man auf dem Gipfel angelankt einen einzigartigen Ausblick auf die umliegenden dschungelbedeckten Berge. Als ein weiteres touristisches Highlight kann man hier oben noch (gegen eine zusätzliche kleine Gebühr) die SkyBridge betreten, eine von einem 80 Meter hohen Pfeiler getragene Stahlbrücke mitten in den hohen Berggipfeln.


Auf der Suche nach dem schönsten Strand

Anschließend begebe ich mich auf die Suche nach den schönen Stränden, von denen es auf der Insel so viele geben soll. Der „Datai Beach“ am nördlichsten Zipfel der Insel soll mein erstes Ziel sein. Die Strecke dorthin führt über eine lange kurvige Strecke auf der mir nur wenige andere Fahrzeuge begegnen. Schließlich gelange ich an mehrere große Hotelressorts bzw. besser gesagt die Schilder und Parkplätze die auf diese Ressorts hinweisen. Nur vom Strand ist hier leider nichts zu sehen, da die Straße weiter oberhalb durch den Dschungel führt. Ein Mitarbeiter vom Sicherheitspersonal vor einem der Ressorts bestätigt mir schließlich was ich schon befürchtet hatte: Der Strand ist nur für Hotelgäste zugänglich. Na super, meine Suche geht also weiter…


Zwischenstop: Temurun Wasserfall

Trotzdem habe ich den Weg nicht ganz umsonst zurückgelegt. An der Strecke befindet sich auch der Zugang zum „Temurun“ Wasserfall. Da es schon seit (wie mir später ein Taxifahrer bestätigt) mehreren Monaten nicht geregnet hat, führt dieser leider so gut wie gar kein Wasser. Trotzdem ist ist die Natur hier einfach atemberaubend, da man sich quasi mitten im Dschungel befindet. Außerdem beeindruckt der Wasserfall bzw. die Felswand wo dieser normalerweise herunterkommt mit seiner Höhe von ca. 200 Meter.

Da ich zunächst alleine hier bin, stelle ich meinen Rucksack auf einer Bank ab um ein paar Fotos zu schießen. Das sollte man allerdings nie tun! Nach nur wenigen Sekunden kommen mehrere Affen aus dem Dschungel und steuern zielstrebig auf den Rucksack zu. Zum Glück ist dieser zu schwer, als dass ein Affe ihn mitnehmen könnte, sonst hätte ich wahrscheinlich keine Chance gehabt. Trotzdem hat ein Affe bereits danach gepackt und versucht jetzt ihn aufzubeißen. Als ich versuche dem Affen den Rucksack wieder abzunehmen, faucht dieser mich zähnefletschend an, lässt schließlich aber doch los. Ein wenig später kommen noch andere Leute, was noch mehr Affen hervorlockt. Nach kurzer Zeit sind bereits die vor dem Wald parkenden Roller von den Affen besetzt.


Tanjung Rhu Beach

Am späteren Nachmittag erreiche ich schließlich die Art von Strand nach der ich gesucht habe. Ganz im nordöstlichen Arm der Insel befindet sich der Tanjung Rhu Beach. Als ich kurz vor dem Strand wieder an eine Schranke mit Sicherheitspersonal gelange, befürchte ich schon, dass es sich wieder um einen Privatstrand handelt. Und das tut es auch tatsächlich. Gegen eine Unterschrift mit der man versichert, dass man sich ruhig und ordentlich verhält, darf man einen Teil des Strands aber auch so betreten. Wer einen idyllischen und ruhigen Strand sucht wird hier fündig, der Strand ist fast komplett leer und einfach nur wunderschön. Zum Glück habe ich meine Badehose mit, sodass ich ich hier wenigstens einmal während meiner Reise im Meer baden kann. 🙂 Die Fahrt ans andere Ende der Insel hat sich somit auf jeden Fall gelohnt.


Bis zum östlichen Teil der Insel schaffe ich es leider nicht mehr, sondern fahre quer durch die Insel zurück zum Pantai Cenang. Wer die Insel genauer erkunden will sollte sicherlich noch etwas mehr Tage einplanen. Für mich geht es am nächsten Tag aber bereits weiter zum nächsten Ziel: der alten Kolonialstadt Georgetown.

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